HADER MUSS HER

20 / 05 / 2018
Josef Hader macht überall eine gute Figur: beim Kabarett genauso wie beim Kaffee. Ein Gespräch über Talente, Ängste und Begeisterung.
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Davon durften wir uns ganz persönlich überzeugen. Josef Hader, der Kabarettist, Autor, Schauspieler und Regisseur hat bei einem Kaffee mit Martin in unserer Filiale in der Körösistraße nämlich aus dem Nähkästchen geplaudert.

Wenn Josef Hader gerade nicht auf der Bühne steht, spielt er trotzdem. Zum Beispiel in Fernseh- und Kinofilmen. Wie in „Arthur & Claire“ oder „Wilde Maus“. Für Letzteres hat er auch noch das Drehbuch geschrieben und Regie geführt. Josef Hader begegnet uns als ein Künstler mit vielen Talenten, der so einiges zu erzählen hat.
Zum Beispiel über sein Programm „Hader spielt Hader“. Das spielt er nämlich – auch wenn er andere Programme dazwischen gespielt hat – schon seit 20 Jahren. Das heißt aber nicht, dass sich seither nichts getan hat. „Das Programm ist wie ein Organismus, der sich verändert,“ sagt er. An einem neuen schreibt er gerade. Nachdem er nun auch Film ausprobiert hat.


Das war für ihn etwas ganz Neues – immerhin hatte er bei „Wilde Maus“ nun die Rolle des Drehbuchautors und Regisseurs inne. Da wäre er an der „Grenze zur Überforderung“ unterwegs gewesen, sagt er. Wie er dem entgegenwirkt? Mit „Zweckoptimismus“. „Ich denk´ mir, das wird sicher schlecht ausgehen und treffe dadurch immer alle möglichen Vorkehrungen – so geht’s meistens gut aus.“

In solchen kniffligen Situationen erinnert man sich gern an das Warum und was einen antreibt. Und was das ist, hat Martin Josef Hader gefragt. Für ersteren ist es nämlich, der unbedingte Wunsch, etwas Besonderes zu machen. „Nicht in der Quantität, sondern in der Qualität. Ich will in die Tiefe gehen. Wie ist das bei Ihnen?“

„Ich glaube… Jeder Mensch hat einen Moment im Leben, wo er seinen Platz in der Gesellschaft oder in der Gruppe findet. Das ist oft dann, wenn du zum ersten Mal was richtig gut kannst. Etwas, das zum Beispiel Anerkennung bringt. Ich war immer ganz schlecht im Fußball und ganz schlecht in der Schule. Ich war eigentlich nirgends richtig gut, bis wir in der Schule angefangen haben, Theater zu spielen. Da habe ich etwas besser gekonnt als die anderen und Anerkennung bekommen. Da treibt mich seither,“ sagt Josef Hader und lacht sein unheimlich sympathisches Lachen.

Was die beiden sonst noch zu plaudern hatten, ist am besten in unserem Magazin Vol. 6 nachzulesen.

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