Der Dichter und der Bäcker

28 / 02 / 2019
Klingt nach einem Märchen, ist es aber nicht. Martin und Folke Tegetthoff haben sich ganz echt darüber unterhalten, was unser Brot und Märchen gemeinsam haben. Der wohl bekannteste Märchenschreiber unserer Zeit hat dabei erzählt und zugehört. Und Einblicke in die Welt eines Dichters gegeben.
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In einem ehemaligen Kloster in der Südsteiermark haben sich Martin und der Erzähler ausgetauscht. Hier ist Folke Tegetthoff zuhause, wenn er nicht so wie die meiste Zeit des Jahres in Piran weilt. Und da gab es viel zu besprechen. Geschichten erzählen wir schließlich auch! Aber nur solche, die auch wirklich stimmen. Nämlich zum Beispiel, dass wir für unsere bio Brote keine künstlichen Zusatzstoffe brauchen, sondern damit backen, was die Natur uns zur Verfügung stellt. Und warum? Damit es schmeckt und ein gutes Gefühl hinterlässt. Und zwar nicht nur bei uns, sondern vor allem bei unseren Kunden. Darum, so Folke Tegetthoff, geht es beim Geschichtenerzählen. Im Zentrum der Erzählung stehen nicht die Geschichte oder der Erzähler. Sondern der Zuhörer. Denn: was nützt die schönste Geschichte, wenn sie aber keiner hört?

Mit dem Festival Graz erzählt hat Folke Tegetthoff genau dafür eine Plattform geschaffen. Weil er gemerkt hat, wie stark das Interesse an der Erzählung nach wie vor ist – auch in Zeiten von Internet und Social Media. Ja, sogar die Sehnsucht danach, sagt er. Wichtig ist ihm bei der Erzählung, sich auf das Wesentliche zu konzentrieren. Nämlich auf sie selbst. Und das muss gar nicht immer gesprochene Sprache sein. Nein, auch zum Beispiel Musik oder Tanz kann so einiges erzählen. „Wir präsentieren auf der Bühne keine aufwendige Bühnen- und Lightshow. Es geht um das Grundsätzliche: Einer steht auf und erzählt eine Geschichte. Ein Kontrapunkt zu allem, was sonst so auf den Bühnen passiert,“ erklärt Folke Tegetthoff.

Und da fühlen wir uns gut aufgehoben. Wir sind schließlich auch Verfechter davon, überflüssigen Schnickschnack einfach wegzulassen. Der kommt uns nicht in die Backstube. Raus kommt dafür echtes bio Brot, das auch Folke Tegetthoff schätzt. Warum er Martin zum Frühstück dennoch keines serviert, wieso sich Grenzbeamte früher über ihn lustig gemacht haben und wie es für den 25-jährigen Folke war, sich als Märchenerzähler durchzusetzen, kommt ebenfalls auf den Tisch der beiden Denker. Und die ganze Geschichte gibt’s in der achten Ausgabe unseres Magazins. Nachzulesen zum Beispiel hier: martinauer.at/magazine.
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